In einer Zeit steigender taktischer Anforderungen und sich schnell ändernder Einsatzbedingungen muss die Artillerieausbildung Realismus, Sicherheit und Kosteneffizienz miteinander verbinden. Traditionelle Übungen mit echter Munition werden immer teurer und logistisch schwieriger – sie erfordern Übungsgelände, Transport, technische Unterstützung und Zeit. In einer solchen Realität bieten Simulationssysteme eine brauchbare Alternative: Sie ermöglichen ein wiederholtes, wiederholbares und sicheres Training und reduzieren gleichzeitig Kosten und Risiken. ARES wird als Antwort auf diese Herausforderungen entwickelt – ein hochmoderner Artilleriesimulator und -trainer, der die Grundlage für eine moderne Feuerausbildung bilden kann.
ARES (Artillery Revolutionary Engagement Simulator) ist eine fortschrittliche Trainingsplattform, die sich an Artillerie-Unterabteilungen richtet – von einzelnen Geschützbesatzungen über Batterien bis hin zu ganzen Schwadronen. Die Zielgruppe reicht von Landstreitkräften großer Armeen bis hin zu kleineren Formationen, die ein effektives, wiederholbares Training benötigen. Das System ist so konzipiert, dass es Kommandoverfahren, Brandplanung, Kommunikation sowie die Arbeit von Beobachtern und Feuerwehrleuten originalgetreu nachbildet. So können Kommandanten, Geschützmannschaften und Unterabteilungen trainiert werden – unter nahezu realen Bedingungen, ohne Munition zu verbrauchen oder Übungsgelände in Anspruch nehmen zu müssen.
Architektur und Realismus der Simulation
Das Herzstück von ARES ist ein Netzwerk von Simulationsstandorten, die durch eine gemeinsame taktische Umgebung miteinander verbunden sind. Jede Position imitiert echte Elemente des Artilleriesystems – Führungsinstrumente, FDC-Terminals, Feuerbeobachtungsinstrumente, Kommunikationskanäle. Die Benutzer arbeiten an Schnittstellen, die denen in einer Kampfumgebung ähneln, wodurch der „Transfereffekt“ (Übertragung von Fähigkeiten) minimiert wird: Die im Simulator entwickelten Fähigkeiten lassen sich leicht in reale Handlungen umsetzen.
Das ballistische Modell, das das Gelände, die meteorologischen Bedingungen und die Art der Munition berücksichtigt, ermöglicht es, realistische Flugbahnen, Leuchtspieleffekte und Feuerwirkungen zu simulieren – für unterschiedliche Bewaffnung, Kaliber und Zündertypen. Die Ausbilder haben die Möglichkeit, die Bedingungen dynamisch zu verändern: Veränderungen des Windes, der Sicht, des Geländes, Kommunikationsstörungen – so können sie trainieren, auf das Chaos und die Ungewissheit des Schlachtfelds zu reagieren. Die Szenarien können viele Male wiederholt werden, mit kleinen Änderungen zur Verbesserung der Abläufe und der Anpassung.
Die ARES-Architektur setzt auch Skalierbarkeit voraus – von einem kleinen Trainingszentrum mit ein paar Stationen bis hin zu einem umfassenden Trainingszentrum, das entweder Batterien oder Geschwader bedient. Das System kann mit anderen Simulatoren (z.B. für Bodentruppen, Fahrzeuge, Luftfahrt oder Unterstützung) kombiniert werden und ist somit Teil des LVC-Konzepts (live-virtuell-konstruktiv). Das bedeutet, dass dieselbe Übung je nach Bedarf teilweise auf dem Trainingsplatz, teilweise in einer Simulation und teilweise am Computer gespielt werden kann.
Operative und taktische Vorteile beim Training
Mit ARES können Einheiten Szenarien üben, die in der realen Welt zu riskant, kostspielig oder logistisch nicht machbar wären. Unterstützung bei Gegenangriffen, Feuer in einem bebauten Gebiet, Reaktion auf dynamische Bedingungen – all dies kann in einer sicheren, kontrollierten Umgebung geübt werden. Fehler kosten keine Ausrüstung oder Menschenleben – sie werden zum Material für das Lernen, die Korrektur und die Verbesserung der Verfahren.
Die Wiederholbarkeit des Trainings ist ein weiterer wichtiger Vorteil. Dasselbe Szenario kann Dutzende Male mit geringfügigen Änderungen an den Parametern durchgespielt werden. So können die Besatzungen Erfahrung sammeln, verschiedene Handlungsoptionen testen und die Wirksamkeit der Verfahren beurteilen. Nach jeder Sitzung erstellt das System Berichte und Analysen, die für die sogenannte ‚Analyse‘ verwendet werden. After Action Review – eine gründliche Bewertung der Aktivitäten, die Identifizierung von Fehlern und die Planung der nächsten Schritte im Training.
Aus wirtschaftlicher Sicht ermöglicht ARES eine erhebliche Senkung der Ausbildungskosten. Munitionsverbrauch, Ausrüstungsverbrauch, Logistik, Transport, Treibstoffverbrauch, Vorbereitung des Übungsgeländes – all das kann reduziert oder ganz eliminiert werden. Bei intensiver Schulung können diese Einsparungen auf Jahresbasis erheblich sein.
Der Markt für Simulatoren und Trainer – globale Trends und Prognosen
Der Markt für militärische Simulation und Training wächst schnell. Jüngsten Berichten zufolge wird der weltweite Markt für Simulatoren und Trainingssysteme bis 2025 auf rund 13,6 Milliarden Dollar geschätzt. Mordor Intelligence | Global Market Insights Inc. Prognosen zufolge könnte er bis 2030-2034 20-22 Mrd. USD übersteigen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 5-7% entspricht.
Es ist erwähnenswert, dass das ‚landgestützte‘ Segment (Bodentruppen, einschließlich Artillerie) – zu dem ARES gehört – einen bedeutenden Teil dieses Marktes ausmacht. Im Jahr 2024 entfiel der größte Anteil des Simulatormarktes auf bodengestützte Lösungen, da eine große Anzahl von Bedienern, Fahrzeugbesatzungen und Bodeneinheiten regelmäßig geschult werden muss. Steigende Verteidigungsausgaben, die Modernisierung der Streitkräfte, die Notwendigkeit einer schnellen Anpassung neuer Waffensysteme – dies sind einige der wichtigsten Faktoren, die die Nachfrage antreiben. Darüber hinaus wird zunehmend nach Lösungen gesucht, die kostengünstig und sicher sind und ein intensives Training ohne den Verbrauch von echter Munition und Ausrüstung ermöglichen. globenewswire.com | fortunebusinessinsights.com
VR/AR-Technologien, künstliche Intelligenz, fortschrittliche Simulation und LVC-Integration beschleunigen die Einführung moderner Trainingssysteme. Viele Armeen entscheiden sich heute für einen gemischten Ansatz – teils Simulationstraining, teils reale Übungen – der es ihnen ermöglicht, die Geschwindigkeit und Intensität ihrer Vorbereitung zu erhöhen, ohne dass die Kosten entsprechend steigen. Arizton Advisory & Intelligence | Global Market Insights Inc.
Aufgrund dieser Trends sind die Aussichten für das Segment der Artilleriesimulatoren sehr günstig. Es wird davon ausgegangen, dass Landeinheiten – insbesondere Artillerie, mechanisierte Einheiten und Unterstützungsbataillone – in den kommenden Jahren verstärkt auf Lösungen wie ARES zurückgreifen werden. Mit der zunehmenden Größe der Formationen, dem Bedarf an schnellem Training und der zunehmenden Betonung der Kosteneffizienz dürfte die Nachfrage nach solchen Systemen deutlich steigen.
Eine Analyse der Kosten für das Training mit einem Simulator im Vergleich zum traditionellen Training zeigt, dass selbst bei moderater Trainingsintensität die Amortisationszeit (ROI) relativ kurz sein kann – insbesondere in Armeen, die zuvor ein intensives Training mit Übungsmunition oder scharfer Munition durchgeführt haben. Berücksichtigt man darüber hinaus die logistischen Kosten, die Abschreibung der Ausrüstung, den Kraftstoffverbrauch und die Sicherung des Trainingsgeländes, wird der Simulator nicht nur kosteneffektiv, sondern oft auch die optimale Wahl.
Im globalen Kontext ist die steigende Nachfrage nach Simulatoren und Trainern auch auf die zunehmende geopolitische Unsicherheit, die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft und die Fähigkeit zur schnellen Ausbildung neuer Soldaten zurückzuführen. Viele Armeen entscheiden sich für die Anschaffung von LVC-Systemen, um flexibel auf die sich ändernde strategische Situation reagieren zu können. Damit ist das Segment Simulation eines der am schnellsten wachsenden Elemente des Verteidigungshaushalts.
Warum ARES – Wettbewerbsvorteile und strategische Vorteile
ARES zeichnet sich durch mehrere wichtige Merkmale aus, die ihm einen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten verschaffen können. Erstens sein Umfang: Die Simulation deckt den gesamten Zyklus der Artillerieoperationen ab – von der Planung über die Beobachtung und Führung bis hin zur Bewertung der Feuerwirkung. Das ist mehr als nur ‚Schießen auf ein Ziel in einem virtuellen Raum‘ – es ist eine Simulation des gesamten operativen Prozesses.
Zweitens: die Realitätsnähe der Schnittstellen und Verfahren. Die Benutzer arbeiten mit Werkzeugen, die in echten Artillerie-Kommandosystemen zur Verfügung stehen, was zu einem echten Kompetenztransfer führt. Dieses Maß an Realismus reduziert die Trainingszeit und erhöht die Einsatzbereitschaft der Besatzungen.
Drittens: Flexibilität und Skalierbarkeit. ARES kann als einzelne Trainingsstationen, kleine Zentren oder große Trainingszentren implementiert werden. Seine Fähigkeit zur Integration mit anderen Systemen (Fahrzeuge, WSparation, Luftfahrt, Kommunikation) macht es kompatibel mit der modernen LVC-Doktrin.
Viertens: Kosten und logistische Effizienz. Durch die Simulation können der Einsatz von echter Munition, der Verbrauch von Ausrüstung, die Kosten für Transport, Treibstoff und die Organisation von Übungsplätzen erheblich reduziert werden. Dies ist besonders wichtig bei begrenzten Budgets oder intensiven Schulungen.
Fünftens: die Möglichkeit der dynamischen Anpassung von Szenarien. Der Ausbilder kann die Bedingungen ändern: Wetter, Geländebedingungen, Gefahren, Reaktionszeiten – so können Sie Aktionen unter einer Vielzahl von Bedingungen üben, einschließlich extremer oder nicht standardmäßiger Bedingungen.
Für die Modernisierung der Streitkräfte kann ARES Teil einer Umgestaltung der Ausbildung sein: von einem Modell des „sporadischen, kostspieligen Feuers in der realen Welt“ zu einem Modell des „kontinuierlichen, sich wiederholenden, automatisierten Trainings“. Dies ermöglicht es den Besatzungen, in kürzerer Zeit ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft zu erreichen, während gleichzeitig die Ausbildungskosten und Risiken reduziert werden.
ARES als strategische Investition in Bereitschaft und Effizienz
Angesichts der wachsenden Bedeutung von Simulation und Training in den Verteidigungsbudgets scheint ARES eine moderne, kostengünstige und zukunftssichere Lösung zu sein. Seine Architektur, Flexibilität und Funktionalität entsprechen den tatsächlichen Bedürfnissen der heutigen Artillerie und Landstreitkräfte.
Globale Trends – steigende Verteidigungsbudgets, das Streben nach Kosten- und Risikoreduzierung und die Notwendigkeit, neue Einheiten schnell auszubilden – bedeuten, dass der Simulatormarkt weiterhin schnell wachsen wird. In diesem Zusammenhang hat ARES eine reelle Chance, an Bedeutung zu gewinnen, insbesondere in Armeen, die sich modernisieren oder an neue Realitäten anpassen.
Für Entscheidungsträger, Kommandanten, Planer und Industriepartner kann ARES Teil einer umfassenderen Strategie sein: der Aufbau eines modernen Ausbildungssystems, das Technologie, Flexibilität, Realismus und Wirtschaftlichkeit vereint. Langfristig kann die Investition in ein solches System greifbare Vorteile bringen – in Form von besserer Einsatzbereitschaft, schnellerer Ausbildung der Besatzungen, geringeren Fix- und Logistikkosten.
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